Zahnarztpraxis im Luisenviertel
Dr.med.dent. Heinrich Florian Schmitz
Friedrich-Ebert-Str. 79
42103 Wuppertal

Telefon: (0202) 30 42 43
Fax: (0202) 30 16 02
E-Mail: info@zahnarzt-wuppertal-schmitz.de

Sie finden uns im Luisenviertel in Wuppertal-Elberfeld.

Sie erreichen uns mit der Schwebebahn (Hst. Robert-Daum-Platz) und mit den Buslinien 601, 611, 619, 649 und B69 (Hst. Robert-Daum-Platz).

Mit dem Auto fahren Sie über den Robert-Daum-Platz, in die Brillerstr. und sofort rechts in die Friedrich-Ebert-Str.

Parkmöglichkeiten finden Sie dann linksseitig in dem Parkhaus "Gesundheitszentrum" gegenüber unserer Zahnarztpraxis in Wuppertal.


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News

Parodontitis und Alzheimer

1. Parodontitis – mehr als „nur Zahnfleischbluten“ Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, also des Gewebes, das Ihre Zähne im Kiefer verankert. Sie wird durch bakterielle Beläge (Plaque) ausgelöst, die sich am Zahnfleischrand und in den Zahnfleischtaschen ansammeln. Bleibt diese Entzündung unbehandelt, kann sie zu Zahnfleischrückgang, Knochenabbau und schließlich zum Verlust von Zähnen führen.

Lange galt Parodontitis als rein zahnmedizinisches Problem. In den letzten Jahren zeigt die Forschung jedoch immer deutlicher: Chronische Entzündungen im Mund stehen im Zusammenhang mit Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen, Diabetes – und möglicherweise auch mit einem erhöhten Risiko für Demenz und Alzheimer.

2. Was ist Alzheimer – und warum spielen Entzündungen eine Rolle? Morbus Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz im höheren Lebensalter. Betroffene leiden nach und nach unter Gedächtnisverlust, Orientierungsschwierigkeiten, Veränderungen von Persönlichkeit und Verhalten sowie einem zunehmenden Verlust der Selbstständigkeit.

Im Gehirn von Alzheimer‑Patientinnen und ‑Patienten findet man typische Veränderungen: Eiweißablagerungen (Beta‑Amyloid‑Plaques, Tau‑Fibrillen), den Untergang von Nervenzellen und Störungen in der Signalübertragung. Neben genetischen Faktoren rücken heute vor allem chronische Entzündungen, Stoffwechselstörungen und Gefäßschäden als treibende Kräfte der Erkrankung in den Fokus.

3. Wie Parodontitis und Alzheimer zusammenhängen können 3.1 Bakterien aus dem Mund erreichen das Gehirn Bei Parodontitis ist die Schleimhaut im Zahnfleischbereich dauerhaft entzündet und durchlässiger. Bakterien und ihre Giftstoffe können dadurch leichter in den Blutkreislauf gelangen. Einige Studien haben typische Parodontitis‑Keime oder deren Bestandteile später in Gefäßen und sogar im Gehirngewebe nachweisen können.

Es wird vermutet, dass diese Bakterien Entzündungsreaktionen anstoßen, die langfristig zur Schädigung von Gefäßen und Nervenzellen beitragen. Diese Prozesse könnten die Entstehung oder das Fortschreiten einer Alzheimer‑Erkrankung begünstigen.

3.2 Chronische Entzündung als gemeinsamer Nenner Parodontitis ist eine dauerhafte, niedriggradige Entzündung – oft über Jahre. Gleichzeitig weiß man, dass auch bei Alzheimer eine chronische Entzündungsaktivität („Neuroinflammation“) im Gehirn eine zentrale Rolle spielt.

Chronische Entzündungen im Körper führen dazu, dass ständig Entzündungsbotenstoffe (Zytokine) zirkulieren. Diese können Blutgefäße schädigen, oxidativen Stress verstärken und die Blut‑Hirn‑Schranke beeinträchtigen. So entsteht eine Kaskade aus Gefäßschäden, Mikrodurchblutungsstörungen und entzündlichen Prozessen im Gehirn – ein Milieu, das Alzheimer begünstigen kann.

3.3 Gefäßgesundheit als Verbindungsstück Gute Mundgesundheit und gesunde Gefäße hängen eng zusammen. Parodontitis‑Patientinnen und ‑Patienten haben häufiger arteriosklerotische Veränderungen, also Ablagerungen in den Blutgefäßen. Diese Veränderungen betreffen auch die Gefäße im Gehirn und können die Durchblutung verschlechtern.

Da auch Alzheimer mit Durchblutungsstörungen und Gefäßschäden verknüpft ist, liegt die Vermutung nahe: Wer seine Gefäße durch gute Mundgesundheit schützt, könnte langfristig auch seine Gehirngesundheit unterstützen.

4. Was sagt die aktuelle Forschung zu Parodontitis und Alzheimer? Die wissenschaftliche Datenlage entwickelt sich dynamisch. Wichtig ist: Ein direkter Beweis, dass Parodontitis Alzheimer verursacht, steht bisher aus. Es gibt aber mehrere Beobachtungsstudien und experimentelle Arbeiten, die auf einen möglichen Zusammenhang hinweisen.

Menschen mit ausgeprägter, langjähriger Parodontitis zeigen in manchen Studien häufiger eine spätere Demenzdiagnose als Menschen mit gesundem Zahnfleisch.

In Gehirngewebe von Alzheimer‑Patienten wurden wiederholt bakterielle Bestandteile gefunden, die typischerweise aus parodontalen Infektionen stammen.

Tiermodelle legen nahe, dass bakterielle Toxine aus dem Mund Entzündungsprozesse im Gehirn verstärken und Amyloidablagerungen fördern können.

Die Mehrzahl der Expertinnen und Experten betont: Parodontitis lässt sich als ein potenziell modifizierbarer Risikofaktor betrachten – also als ein Einflussfaktor, den man durch Prävention und Therapie positiv verändern kann.
5. Typische Symptome von Parodontitis – worauf Sie achten sollten Parodontitis verläuft häufig schleichend und tut anfangs kaum weh. Umso wichtiger ist es, frühe Warnzeichen ernst zu nehmen:

  • Wiederkehrendes Zahnfleischbluten, beim Zähneputzen oder spontan
  • Gerötetes, geschwollenes oder empfindliches Zahnfleisch
  • Mundgeruch, der trotz guter Mundhygiene bleibt
  • Zahnfleischrückgang – die Zähne wirken länger
  • Empfindliche Zahnhälse (Schmerz bei kalt/warm)
  • Lockerungsgefühl einzelner Zähne

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, sollten Sie eine zahnärztliche Untersuchung in Anspruch nehmen. Je früher Parodontitis erkannt wird, desto besser lässt sie sich aufhalten.

6. Wie Sie Parodontitis vorbeugen – und damit möglicherweise auch Ihr Alzheimer‑Risiko beeinflussen 6.1 Tägliche Mundhygiene konsequent umsetzen
  • Zähne zweimal täglich gründlich putzen – idealerweise mit elektrischer Zahnbürste
  • Einmal täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten nutzen, um Beläge zwischen den Zähnen zu entfernen
  • Antibakterielle Mundspüllösungen können in Absprache mit dem Zahnarzt zeitweise sinnvoll sein
  • Regelmäßige und gründliche Mundhygiene reduziert die Menge der Bakterienbeläge und damit das Entzündungsrisiko im Zahnfleisch.

6.2 Regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigung Mindestens einmal jährlich, bei erhöhtem Risiko (z.B. Rauchen, Diabetes, familiäre Vorbelastung) gerne häufiger, sollten Sie Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch zahnärztlich kontrollieren lassen. Professionelle Zahnreinigungen entfernen harte Beläge (Zahnstein) und erreichen Areale, die Sie zu Hause schwer säubern können.

6.3 Allgemeine Entzündungsfaktoren reduzieren Da Parodontitis Teil eines größeren entzündlichen Gesamtbildes sein kann, lohnt sich ein Blick auf weitere Risikofaktoren:
  • Rauchstopp – Rauchen ist einer der stärksten Treiber für Parodontitis und Gefäßschäden
  • Ausgewogene, entzündungsarme Ernährung mit viel Gemüse, hochwertigen Fetten und wenig Zucker
  • Gute Blutzuckerkontrolle, insbesondere bei Diabetes
  • Ausreichend Schlaf und Stressmanagement, um das Immunsystem zu stabilisieren
So unterstützen Sie nicht nur Ihr Zahnfleisch, sondern Ihr gesamtes vaskuläres und neurologisches System.

7. Was bedeutet das für Ihre persönliche Prävention? Auch wenn die Forschung zum Zusammenhang zwischen Parodontitis und Alzheimer noch läuft, ergibt sich eine klare, praktische Konsequenz: Mundgesundheit ist Gehirngesundheit.

Indem Sie Parodontitis früh erkennen und konsequent behandeln lassen, reduzieren Sie chronische Entzündungslast und potenzielle Wege für bakterielle Belastung – zwei Faktoren, die in vielen Modellen der Alzheimer‑Entstehung eine Rolle spielen.

Parodontale Vorsorge ist damit kein rein ästhetisches oder zahnmedizinisches Thema, sondern ein wichtiger Baustein moderner Longevity‑Strategien: Sie schützt Ihre Zähne, Ihre Gefäße – und möglicherweise auch Ihre kognitive Leistungsfähigkeit im Alter.

8. Fazit: Klein anfangen – langfristig profitieren Parodontitis ist eine weit verbreitete, chronische Entzündungserkrankung des Zahnhalteapparates.

Chronische Entzündungen und bakterielle Belastungen aus dem Mund stehen im Verdacht, Gefäße und Gehirn zu beeinflussen.

Erste Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und einem erhöhten Alzheimer‑Risiko hin, auch wenn ein direkter Ursache‑Wirkungs‑Beweis noch aussteht.

Konsequente Mundhygiene, regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und ein entzündungsarmer Lebensstil können helfen, sowohl Parodontitis als auch systemische Risiken zu reduzieren.

Jede Maßnahme, mit der Sie Entzündungen im Körper senken, wirkt nicht nur lokal, sondern systemisch – und ist damit ein wertvoller Beitrag für Ihre langfristige Gesundheit und Longevity.

Was Freddy Mercury mit Hyperdontie zu tun hat

Der prägnante Überbiss von Freddy Mercury rührte daher, dass er 36 statt wie normal 32 Zähne hatte. Wenn Hyperdontie das Lächeln prägt: moderne Behandlungswege bei Zahnüberzahl und Mesidosens

Hat jemand mehr als 32 Zähne spricht man von einer Hyperdontie

Hat ein Mensch einen sog. Überbiss, liegt das häufig an einer Zahnüberzahl. Bei mehr als 32 Zähnen im Mund sprechen Fachleute von einer Hyperdontie. Bei der Hyperdontie handelt es sich um eine angeborene Zahnüberzahl, bei welcher zusätzliche Zähne im Milch- oder im bleibenden Gebiss entstehen. Am häufigsten ist dabei eine Mesidosens, dabei handelt es sich um einen oder mehrere überzählige Zähne im Bereich der oberen Schneidezähne. Die zusätzliche Zahnanlage bei der Hyperdontie kann das reguläre Durchbrechen der Zähne stören und zu unschönen Fehlstellungen führen.

Überbiss: Ein häufiges Ergebnis der Zahnüberzahl

Der Begriff Überbiss beschreibt eine vertikale oder auch horizontale Überdeckung der oberen Frontzähne über die unteren Zahnreihen. Er wird häufig durch genetische Faktoren, aber auch durch Kieferfehlstellungen oder eben durch eine Zahnüberzahl begünstigt werden. Treffen zusätzliche Zähne auf einen begrenzten Platz im Kiefer, kann es schnell zu Engständen, Verschiebungen und somit auch zu einem solchen Effekt kommen.

Ein prominentes und bis heute bewundertes Beispiel für eine solche Fehlstellung ist Freddie Mercury, der Sänger der Band Queen. Er wies einen deutlichen Überbiss auf, welcher durch eine Form der Hyperdontie - eine Form von Mesidosens mit mehreren zusätzlichen Zähnen im Oberkiefer - verursacht wurde. Die zusätzliche Zahnanlage bei ihm hat die Zahnreihe verlängert und das Gleichgewicht zwischen Oberkiefer und Unterkiefer verändert.

Freddy Mercury - Überbiss (Hyperdontie) als Markenzeichen

Freddie Mercury gehört zu den wenigen Personen, welche eine solche Fehlstellung nicht medizinisch behandeln ließen, da er glaubte, dass er dieser Hyperdontie seine außergewöhnliche Stimme zu verdanken habe. Er hatte die Angst, dass sein Stimmumfang unter einer Verringerung der Zahnüberzahl leiden würde.

Hyperdontie und Mesidosens - warum eine Behandlung empfehlenswert ist

Die Realität vieler Menschen sieht allerdings anders aus. Denn eine unbehandelte Hyperdontie kann unter anderem zu Fehlstellungen, zu Problemen beim Sprechen und Kauen und auch zu einem höheren Karies- und Entzündungsrisiko führen. Diese ästhetischen und funktionellen Einschränkungen können das Leben der Person nachhaltig stören. Ein Überbiss gehört aus diesem Grund von Fachärzten behandelt.

Eine Zahnüberzahl behandeln: Heute kein Problem mehr.

In der heutigen Zeit stehen verschiedene zahnmedizinische oder oralchirurgische Verfahren zur Verfügung, um eine Hyperdontie frühzeitig zu korrigieren. Häufig werden überzählige Zähne schonend entfernt und eine kieferorthopädische Korrektur vorgenommen. Ein Überbiss wird in der Regel frühzeitig diagnostiziert und im Anschluss fachgerecht behandelt, um Funktion, Ästhetik und auch Zahngesundheit langfristig zu sichern.

Mehr Zeit für Patienten schaffen

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) begrüßt die von der Bundesregierung vorgestellten Pläne zum Bürokratieabbau und die Initiative von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, gemeinsam mit den maßgeblichen Akteuren des Gesundheitswesens konkrete Schritte zum Bürokratieabbau auf den Weg zu bringen. 

Der Abbau unnötiger Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben ist überfällig. Zurzeit sind Zahnarztpraxen durch bürokratische Vorgaben wie Melde- und Dokumentationspflichten unverhältnismäßig stark belastet. Jede Stunde, die nicht für Bürokratie aufgewendet werden muss, kommt unmittelbar der Versorgung der Patientinnen und Patienten zugute. 

„Der angekündigte Bürokratieabbau im Gesundheitswesen scheint nun wirklich Fahrt aufzunehmen. Zahnarztpraxen und ihre Teams brauchen Entlastung von Vorgaben, die über die Jahre angewachsen sind und keinen nachweisbaren Nutzen für die Patientensicherheit oder Behandlungsqualität haben. Die aber wertvolle Zeit binden, die im Behandlungszimmer viel sinnvoller eingesetzt wäre. Ein Ausrangieren unnützer Vorgaben ist nötig.“, so Dr. Ralf Hausweiler, Vizepräsident der BZÄK.

Entscheidend wird sein, dass sich der Wille zum Bürokratieabbau durch alle Ebenen des Gesundheitswesens zieht. Auch nachrangige Behörden dürfen keine zusätzlichen Anforderungen schaffen, die den Entlastungszielen des Gesetzgebers entgegenstehen. Die angekündigten Maßnahmen sollten zügig und spürbar in die Praxis kommen.

„Die Bundesregierung und das Bundesgesundheitsministerium gehen die richtigen Schritte und beziehen die Expertise der Selbstverwaltung erfreulicherweise intensiv ein. Wir werden weiterhin alles daran setzen, besonders überflüssige, zeit- und kostenintensive Vorschriften wie die externe Validierung von Thermodesinfektoren und Autoklaven in Zahnarztpraxen abzuschaffen“, ergänzt Dr. Doris Seiz, Vizepräsidentin der BZÄK. „Überflüssige Vorgaben müssen gestrichen werden und gleichzeitig dürfen keine neuen Bürokratielasten entstehen. Das Limit ist erreicht!“

Hintergrund

Mit durchschnittlich sechs Stunden Bürokratiearbeit pro Woche je Praxisinhabendem sowie weiteren 2,5 Stunden pro Mitarbeitendem summiert sich der Bürokratieaufwand in einer durchschnittlichen Zahnarztpraxis auf mehr als 24 Stunden pro Woche – das zeigte die aktuellste Befragung vertragszahnärztlicher Praxen.

ABC-Schützen starten zahnfreundlich

Neben ein paar Lieblingssüßigkeiten passen viele zahnfreundliche Überraschungen in die Schultüte: eine bunte Zahnbürste, eine Trinkflasche, ein Freundebuch, ein Glücksbringer oder zuckerarme Snacks. So wird die Schultüte ein gelungener Mix aus Spaß und Vorsorge. „Der Schulstart bietet eine gute Gelegenheit, gesunde Routinen zu stärken. Kinder lieben kleine Geschenke – und Eltern können dabei spielerisch die Zahngesundheit fördern“, erklärt Dr. Romy Ermler, Vorstandsvorsitzende von proDente e.V. und Präsidentin der Bundeszahnärztekammer.

Ausgewogen und gesund „Niemand muss auf Süßigkeiten verzichten. Entscheidend ist die richtige Mischung. Schon kleine Veränderungen tragen dazu bei, dass Kinderzähne dauerhaft kariesfrei bleiben“, so Dr. Ermler. Viele Anregungen für eine zahngesunde Schultüte bietet die proDente-Checkliste. Kostenlos abrufbar: www.prodente.de/media/zaehne/schultuete/file/checkliste-schultuete-2025.pdf

03.08.2026 DGA | Quelle: Initiative proDente e.V.



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